Mini Concept Aceman

03.08.2022 von Reinhold Hennig

Mini ganz neu

Mit einer Studie präsentiert Mini den zukünftigen Auftritt der Premium-Kleinwagenmarke. Der Mini Concept Aceman ist vollelektrisch und kommt ohne Chrom und Leder aus, soll aber trotzdem noch Bezüge zum Ur-Mini haben.

Mehr als 60 Jahre ist es her, dass die British Motor Corporation ein kompaktes Fahrzeug auf den Markt brachte, das durch die damals revolutionäre Anordnung eines vorne quer montierten Motors in Verbindung mit Frontantrieb trotzdem viel Innenraum schaffte. Unter Federführung von BMW wurde 2001 eine Neuauflage des Mini entwickelt, der die Formensprache und Proportionen des Ur-Mini aufgriff und in die aktuelle Zeit übersetzte.

In 60 Jahren um einen Meter gewachsen

Das jetzt vorgestellte Concept Aceman zeigt den Mini ganz neu. Mit einer Länge von 4,05 Metern ist er ziemlich genau einen Meter länger als der Ur-Mini, gilt aber in der heutigen Zeit immer noch als Kleinwagen. Das Crossover-Modell ist 1,99 Meter breit und 1,59 Meter hoch, entspricht also in etwa den klassischen Proportionen. Die 20-Zoll-Räder sind sogar doppelt so groß wie im Ur-Mini. Für den bequemen Einstieg zu den fünf Sitzplätzen soll der Aceman jetzt vier Türen bekommen. Die Koffer können durch eine große Heckklappe eingeladen werden. Nach ersten zaghaften Versuchen, den Mini elektrisch anzutreiben und sogar als Einzelstück „Oben ohne“ (Vorstellung), soll der ganz neue Mini nur noch vollelektrisch fahren (Fahrbericht). Das ist aber schon alles an technischen Daten, die Mini derzeit verrät.

Der Kühlergrill des Konzeptfahrzeuges ist nur angedeutet und hat jetzt eine achteckige Kontur, die beleuchtet ist und gleichzeitig als Tagfahrlicht dient. Auch die Scheinwerfer mutieren von der typischen runden Form zu einem unregelmäßigen Viereck. Nur die typischen, vertikal ausgerichteten, Rücklichter leuchten immer noch im charakteristischen Union-Jack-Design. Als besonderes Gimmick ist auch der Dachgepäckträger im Design der britischen Flagge gestaltet. Das Außendesign der Mini-Modelle soll künftig komplett ohne Chrom auskommen.

OLED-Display in der Mitte

Der Innenraum des Aceman ist wie 1959, aber ganz neu. Das Armaturenbrett, ein flaches Element, das sich über die gesamte Innenraumbreite erstreckt, wird von einem einzigen Rundinstrument in der Mitte dominiert. Ganz modern ist es jetzt ein dünnes, rundes OLED-Display, das sämtliche Funktionen des Instrumentenkombis und des Bordmonitors in sich vereint. Das Anzeige- und Bediensystem wird im Serienfahrzeug auf der jüngsten Generation des Mini Operating System basieren, das erstmalig auf einen „Android Open Source Project“-Softwarestack (AOSP) aufsetzt. Darunter befindet sich die Schalterleiste, unter anderem für Parkbremse, Gangwahl und Lautstärker, auf der klassische Kippschalter und Drehregler zu finden sind. Die Oberflächen im Innenraum bestehen aus nachhaltigen Materialien, wie zum Beispiel gestricktem Recycling-Textil. Leder soll es nicht mehr geben.

Der Mini Concept Aceman wird im August auf der Gamescom 2022 in Köln erstmals öffentlich zu sehen sein. Die Evolution des Mini schreitet nun seit über sechzig Jahren voran. Das neue Designkonzept wird sicherlich polarisieren. Wir können gespannt sein, welche der neuen Ideen sich bis in die Serie durchsetzen werden.

Fotos: Mini

Evolution der Mini-Generationen Baujahr Länge x Breite (ohne Spiegel) x Höhe
Ur-Mini: 1959 3,054 m x 1,397 m x 1,331 m
Mini (R50): 2001–2006 3,626 m x 1,688 m x 1,408 m
Mini (R56): 2006–2014 3,723 m x 1,683 m x 1,407 m
Mini (F56): seit 2014 3,821 m x 1,727 m x 1,414 m
Mini (Fünftürer, F55): seit 2014 3,982 m x 1,727 m x 1,425 m
Mini Countryman (F60): seit 2017 4,299 m x 1,822 m x 1,557 m
Mini Concept Aceman: 2022 4,050 m x 1,990 m x 1,590 m (Breite m. Spiegel)

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