Erster Prototyp des Rolls-Royce Spectre

01.10.2021 von Marcus Zacher

Es schließt sich der Kreis

Charles Rolls, einer der Gründer der Marke, orakelte schon vor über 120 Jahren, dass der Elektromotor der Antrieb der Zukunft sein wird. Recht hatte er, weshalb die Luxusmarke seine Prophezeiung in gut zwei Jahren wahr werden lässt.

Denn dann soll der vollelektrische Rolls-Royce Spectre sein Debut geben. Der Stromer der Luxusklasse basiert auf der markeneigenen Plattform mit Aluminium-Spaceframe-Karosserie, wie der Hersteller ausdrücklich betont. Dadurch soll der Spectre selbst die gehobensten Ansprüche erfüllen können. Die Plattform ist bereits seit 2017 im Einsatz und für den Einbau verschiedener Antriebsarten ausgelegt worden. Heute bedienen sich bereits der Ghost und das SUV Cullinan dieser Architektur.

Beim Spectre soll es übrigens nicht bleiben, denn bereits 2030 sollen alle Rolls-Royce über einen vollelektrischen Antrieb verfügen. Selbst die traditionsreichsten Automarken verabschieden sich also innerhalb dieses Jahrzehnts vom Verbrennungsmotor. Doch Charles Rolls war auch schon um das Jahr 1900 begeistert von den Vorteilen der Elektromobilität: keine Geräusche, keine Vibrationen, kein Gestank – das passte zu Rolls-Royce. Mangels adäquater Ladeinfrastruktur setzte man schlussendlich aber trotzdem auf Verbrennungsmotoren. Doch wenn das Problem mit den Ladesäulen erst einmal gelöst wäre…

Nun scheint jedenfalls der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein. Auch wenn die noblen Briten zur Technik noch nichts verraten, dürfte klar sein, dass der Spectre mit erstklassigem Komfort und der gerne zitierten, „ausreichenden“ Power gesegnet sein wird. Das Luxus-Coupé im Stile des Wraith – so viel lassen die Fotos des getarnten Prototyps bereits erkennen – wird man auch wieder über Selbstmördertüren entern können.

Der Markstart ist für das vierte Quartal 2023 angesetzt. Bis dahin soll der Spectre in seinem auffälligen Tarnkleid noch über zweieinhalb Millionen Testkilometer abspulen, was einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 400 Jahren entsprechen würde, wie der Hersteller mitteilt.

Henry Royce, der zweite Gründer, wäre sicherlich begeistert gewesen. Denn noch vor der Gründung der Automarke war er von allem fasziniert, was elektrisch war: Er entwickelte unter anderem Dynamos, Elektromotoren für Kräne und eine patentierte Bajonetthalterung für Glühlampen. In gut zwei Jahren schließt sich also endlich der (Strom-)Kreis.

Fotos: Rolls-Royce

Jahr Ereignis
Q4/2023: Marktstart Rolls-Royce Spectre
bis 2030: alle Rolls-Royce-Modelle sind vollelektrisch

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