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EAM 02/2026 – April/Mai
Die Limousine P7 war eines von drei Modellen, die XPeng zum Marktstart in Deutschland 2024 anbot. Nun bekommt das Modell einen Nachfolger, den P7+, der ab sofort geordert werden kann.
Neben dem „alten“ P7 und dem neuen P7+ hat XPeng auch den Next P7 im Programm, allerdings bislang nur in China. Die verschiedenen Versionen des P7 können zunächst verwirrend wirken. Laut XPeng liegt die Erklärung darin, dass das Modell P7 entscheidend dazu beigetragen hat, das Unternehmen von einem Start-up zu einem Automobilhersteller zu entwickeln, der im vergangenen Jahr 429.445 Fahrzeuge verkauft hat – 126 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der P7 ist sozusagen der Klassiker des erst 2014 gegründeten Autobauers.
Der neue P7 heißt nun also P7+. Dabei handelt es sich um eine Fließheck-Limousine mit einer Länge von 5,07 Metern. Das entspricht einem Wachstum von 18 Zentimetern im Vergleich zum Vorgänger. Zudem bietet er einen Radstand von drei Metern. Mit mehr Platz im Innenraum und einem Kofferraumvolumen von 573 Litern richtet sich der P7+ laut XPeng vor allem an Familien – als Alternative zu Kombis oder SUVs.
Wie der XPeng G6 und G9 wird auch der P7+ auf der Plattform SEPA 2.0 gebaut. Das bedeutet 800-Volt-Technik und schnelles Laden mit bis zu 446 kW. Laut XPeng lässt sich der Akku in nur zwölf Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen.
Auf dem deutschen und österreichischen Markt wird der XPeng P7+ in drei Versionen angeboten. Die Einstiegsversion RWD Standard Range beginnt bei 46.600 Euro (in Österreich 1.000 Euro teurer) und verfügt über einen Lithium-Eisenphosphat-Akku (LFP) mit 61,7 kWh. In Kombination mit dem heckgetriebenen Elektromotor leistet die Limousine 180 kW, beschleunigt in 6,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Reichweite von 455 Kilometern (WLTP). Zur Serienausstattung zählen unter anderem ein adaptives DCC-Fahrwerk, Head-up-Display, sowie Sitzheizung, Belüftung und Massagefunktion auf den Vordersitzen.
Darüber positioniert sich der XPeng P7+ RWD Long Range mit einem größeren LFP-Akku mit einer Kapazität von 74,9 kWh. Der Elektromotor an der Hinterachse leistet hier 230 kW, womit die Beschleunigung auf 100 km/h in 6,2 Sekunden geschafft wird, während die Reichweite auf bis zu 530 Kilometer steigt. Der Preis startet bei 49.600 Euro. Auch hier kostet diese Variante in Österreich 1.000 Euro mehr.
Die Topversion heißt XPeng P7+ AWD Performance und kostet ab 53.600 Euro (AT: +1.000 Euro). Zwei Elektromotoren sorgen hier für Allradantrieb und eine Systemleistung von 370 kW. Damit sprintet der P7+ in nur 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Akku bleibt mit 74,9 kWh identisch zur Long-Range-Version, die Reichweite liegt bei 500 Kilometern.
Auffällig sind die vergleichsweise niedrigen Normverbrauchswerte, die je nach Version zwischen 15,2 und 17,4 kWh/100 km liegen. Laut Jacky Gu, verantwortlich für Antriebsstränge bei XPeng, ist dies teilweise das Ergebnis einer bewussten Strategie, einen guten Kompromiss zwischen Reichweite und Gewicht zu finden:
„Die SEPA 2.0-Plattform ist konsequent auf Effizienz ausgelegt – in vielerlei Hinsicht. Der Antriebsstrang hat einen hohen Wirkungsgrad und gleichzeitig reduzieren wir das Gewicht durch etwas kleinere, dafür schnell ladbare Batterien“, erklärt er.
Beide Versionen des P7+ bringen etwas mehr als zwei Tonnen auf die Waage – relativ wenig für ein Fahrzeug dieser Größe. Zudem kommen im Antriebsstrang, genauer im Wechselrichter, Halbleiter aus Siliziumkarbid zum Einsatz, was die Wärmeverluste reduziert.
In China werden die Fahrzeuge zudem mit weitreichenden autonomen Fahrfunktionen angeboten, die in Europa aufgrund gesetzlicher Vorgaben in abgespeckter Form verfügbar sind. Dafür hat das Unternehmen einen sogenannten „Turing-AI-Chip“ entwickelt, der laut XPeng die Rechenleistung deutlich erhöht. Welche Funktionen genau davon profitieren, bleibt offen – laut Jacky Gu kommt KI sowohl in Assistenzsystemen als auch im Infotainment und bei der Steuerung des Antriebsstrangs zum Einsatz.
Seit dem vergangenen Jahr werden die elektrischen SUVs XPeng G6 und G9 beim Auftragsfertiger Magna Steyr in Österreich produziert. Dort soll auch der P7+ für den europäischen Markt montiert werden. Dadurch umgehen die Fahrzeuge die EU-Strafzölle auf in China produzierte Elektroautos. Gleichzeitig unterstreicht die Fertigung in Österreich laut XPeng das langfristige Engagement des Herstellers auf dem europäischen Markt.
Fotos: XPeng
| Technische Daten | RWD Standard Range | RWD Long Range | AWD Performance |
|---|---|---|---|
| Antriebsart: | Hinterradantrieb | Hinterradantrieb | Allradantrieb |
| Leistung: | 180 kW | 230 kW | 370 kW |
| Drehmoment: | 450 Nm | 450 Nm | 670 Nm |
| 0–100 km/h: | 6,9 s | 6,2 s | 4,3 s |
| Höchstgeschw.: | 200 km/h | 200 km/h | 200 km/h |
| Batterie (brutto/netto): | 61,7 kWh/61,1 kWh | 74,9 kWh/— | 74,9 kWh/— |
| Reichweite (WLTP): | 455 km | 530 km | 500 km |
| Verbrauch (WLTP): | 15,2 kWh/100 km | 16,4 kWh/100 km | 17,4 kWh/100 km |
| Ladeleistung AC: | 11 kW | 11 kW | 11 kW |
| Ladeleistung DC: | 350 kW | 446 kW | 446 kW |
| Ladezeit DC (10–80 %): | 12 min | 12 min | 12 min |
| L x B x H: | 5,071 m x 1,937 m x 1,512 m | 5,071 m x 1,937 m x 1,512 m | 5,071 m x 1,937 m x 1,512 m |
| Kofferraum: | 573–1.931 l | 573–1.931 l | 573–1.931 l |
| Frunk: | — | — | — |
| Leergewicht: | 1.999 kg | 2.100 kg | 2.200 kg |
| Anhängelast: | 1.500 kg/750 kg | 1.500 kg/750 kg | 1.500 kg/750 kg |
| Preis DE: | 46.600 € | 49.600 € | 53.600 € |
| Preis AT: | 47.600 € | 50.600 € | 54.600 € |
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