Škoda Epiq (2026): kleines SUV ab 25.900 Euro

20.05.2026 von Marcus Zacher

Zunächst nur Topversion bestellbar

Das ist die Nummer drei: Einerseits ist der Epiq nach Enyaq und Elroq die dritte Elektro-Baureihe der Marke, andererseits das dritte Modell der „Electric Urban Car Family“ des Volkswagen-Konzerns. Zum Start ist das SUV im Kleinwagenformat erst einmal nur in der Topversion bestellbar – das günstige Basismodell folgt später.

Kompakte Abmessungen und großer Kofferraum

Mit dem Epiq stößt Škoda erstmals mit einem Elektroauto ins Kleinwagensegment vor, weshalb der Epiq als elektrische Alternative zu Fabia und Kamiq verstanden werden kann. In der Länge misst der kleine E-Škoda 4,17 Meter, kommt auf eine Breite von knapp unter 1,80 Meter und ist unter 1,60 Meter hoch.

Der Epiq bietet stets Platz für bis zu fünf Personen und hat darüber hinaus für ein Fahrzeug dieser Klasse einen außerordentlich großen Kofferraum: 475 Liter passen ins Heck des Fünftürers. Möglich macht es ein großes Fach unterhalb des regulären Kofferraumbodens. Klappt man die Sitze um, können bis zu 1.345 Liter verstaut werden – den 25-Liter-Frunk noch nicht mitgerechnet.

Der Epiq darf (in verbindung mit der großen Batterie) Anhänger mit bis zu 1.200 Kilogramm Gewicht ziehen. Beim kleinen Akku sind maximal 500 Kilogramm erlaubt. Die Stütz- und Dachlast beträgt jeweils 75 Kilo.

Abmessungen und Gewichte Škoda Epiq (2026)
Länge: 4,171 m
Breite (ohne Spiegel): 1,798 m
Höhe: 1,581 m
Radstand: 2,601 m
cW-Wert: 0,275
Kofferraum: 475–1.345 l
Frunk: 25 l
Leergewicht: 1.618 kg
Anhängelast: 1.200 kg
Stütz-/Dachlast: 75 kg/75 kg

Cockpit: Bekanntes Layout

Im Inneren findet man das aus den größeren Modellen weitestgehend bekannte Cockpitlayout vor: Das Lenkrad verfügt über zwei Walzen und einige Schalter, dazu gibt es einige Tasten für die wichtigsten Funktionen, der Rest wird über den 13-Zoll-Touchscreen bedient. Ein ebener Innenraumboden und 2,60 Meter Radstand sollen trotz der kompakten Abmessungen für gute Platzverhältnisse auch im Fond sorgen.

Drei Antriebsvarianten: 85 kW bis 155 kW

Angeboten wird der Škoda Epiq in drei Batterie-Antriebskombinationen. Für 25.900 Euro (in Deutschland; Österreich: ab 26.880 Euro) erhalten die Kunden die Modellvariante Epiq 35. Diese Version ist mit einem LFP-Akku mit 37 kWh (brutto) ausgerüstet, der für 310 Kilometer Reichweite gut sein soll. An der Vorderachse arbeitet eine E-Maschine mit 85 kW Leistung und 267 Newtonmeter Drehmoment. Dieses Basismodell wird allerdings voraussichtlich erst ab September 2026 in Deutschland bestellt werden können, in Österreich wird es ab Oktober so weit sein.

So sieht auch der Zeitplan für den Epiq 40 aus. Batterie und Reichweite sind identisch, die Motorleistung steigt jedoch auf 99 kW. In Deutschland beträgt der Aufpreis für diese Motorisierung 2.000 Euro, in Österreich sind es 2.200 Euro.

Antrieb und Fahrleistungen Škoda Epiq 55 (2026)
Antriebsart: Vorderradantrieb
Leistung: 155 kW
Drehmoment: 290 Nm
0–100 km/h: 7,1 s
Batterie (brutto/netto): 55 kWh/51,7 kWh
Reichweite (WLTP): 434–441 km
Verbrauch (WLTP): 14,1–13,7 kWh/100 km
Ladeleistung AC: 11 kW
Ladeleistung DC: 105 kW
Ladezeit DC (10–80 %): 24 min
Preis DE/AT: ab 32.100 €/ab 33.280 €

Die größte Reichweite gibt es im Epiq 55 ab 32.100 Euro respektive 33.280 Euro. Zum Bestellstart ist vorerst nur diese Ausführung zu haben, auf Wunsch auch in der Sonderedition „Edition Eins“ ab 35.600 Euro. In Österreich gibt es ztum Start die „First Edition“ für 39.280 Euro.

Lässt man die Sondermodelle außen vor, ist der Epiq 55 derzeit das preiswerteste Angebot in der neuen Elektro-Kleinwagen-Familie des VW-Konzerns – zumindest bis die günstigeren Einstiegsmodelle folgen. VW ID. Polo und Cupra Raval sind zum Teil deutlich teurer.

Hier sorgt eine Batterie mit NMC-Zellen und 55 kWh (brutto) für Reichweiten von bis zu 440 Kilometer. An der Vorderachse kommt eine E-Maschine mit 155 kW Leistung und 290 Newtonmeter Drehmoment zum Einsatz. Damit gibt es die sportlichsten Fahrleistungen: In 7,1 Sekunden beschleunigt der Škoda Epiq 55 auf 100 km/h und wird bei 160 km/h abgeregelt. Beim Epiq 35 und 40 ist bereits bei 150 km/h Schluss.

Laden: bis zu 105 kW DC

Geladen wird das Topmodell mit maximal 105 kW an einer Schnellladestation. Damit soll die Ladung von 10 auf 80 Prozent nur 24 Minuten dauern. Alternativ sind alle Epiq mit einem 11-kW-Bordlader ausgerüstet, um Wechselstrom an der heimischen Wallbox oder einer öffentlichen AC-Ladesäule zu beziehen.

Der Epiq unterstützt Vehicle-to-Load (V2L) und soll für das bidirektionale Laden (Vehicle-to-Home, V2H und Vehicle-to-Grid, V2G) vorbereitet sein. Ob auch die Ausführungen mit kleinem Akku V2H und V2G ermöglichen, hat Škoda noch nicht verraten.

Fazit: Gute Chancen zum Škoda-Bestseller

Mit dem Enyaq und vor allem dem Elroq hat Škoda bereits zwei sehr erfolgreiche Elektroautos im Programm. Mit dem Epiq folgt nun ein Modell in einem preissensiblen, aber auch sehr stückzahlträchtigem Segment. Die Basisdaten sind stimmig, der Preis im direkten Vergleich mit den Konzernmarken derzeit noch am niedrigsten. Damit dürfte der Epiq schnell zum Bestseller avancieren – zumindest, sobald auch das günstige Einstiegsmodell geordert werden kann. Kaufpreisbewusste Käufer müssen sich da noch etwas gedulden.

Fotos: Škoda

Bildergalerie: Škoda Epiq (2026)

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