Premiere für den BMW i3

19.03.2026 von Marcus Zacher

Elektro-Dreier kommt auf 900 Kilometer Reichweite

BMW zündet die zweite Stufe bei der Markteinführung seiner „Neue Klasse“-Stromer. Die Elektro-Limousine i3 nutzt die gleiche Technologie und den gleichen Antrieb wie das SUV iX3, kommt aber noch einmal ein gutes Stück weiter.

900 Kilometer. Das ist die Reichweite, die BMW für seine vollelektrische Sportlimousine in Aussicht stellt. Damit katapultiert sich der i3 – quasi der elektrische Dreier-BMW – vom Start weg an die Spitze der Mittelklasse-Stromer. Weiter kommt derzeit kein anderes Modell in diesem Segment: Beim Hauptwettbewerber, dem Mercedes CLA EQ, ist derzeit bei 792 Kilometern Schluss. Das Tesla Model 3 kommt auf maximal 750 Kilometer.

Selbst darüber gibt es nicht viele Fahrzeuge, denen der i3 in dieser Disziplin den Vortritt lassen muss. Möglich macht das der technologische Unterbau, den sich die Limousine mit dem SUV iX3 teilt, der wiederum diese Tage in den Handel rollt.

Klassisches Limousinen-Design

Die schlank gezeichnete Limousine führt die neue Designsprache für diese Karosserieform ein. Auffälligstes Merkmal ist die breite Niere, die sich über die gesamte Fahrzeugfront erstreckt, ringsum beleuchtet ist und die Scheinwerfer beinhaltet. Zusätzlich deuten zwei schmale Leuchtleisten eine Niere in der Mitte der Front an.

In der Seitenansicht ist ein klares Profil zu erkennen: Front-, Mittel- und Heckbereich bilden separate „Boxen“. BMW spricht hier vom „2,5-Box-Design“. Die Heckansicht fällt hingegen konventioneller aus und lässt Parallelen zu aktuellen Modellen der Marke erkennen.

Zum Start mit Allrad-Power und 345 kW

Zum Start gibt es den 4,76 Meter langen Viertürer erst einmal nur als i3 50 xDrive mit 345 kW starkem Allradantrieb. Diese Variante dürfte bis zum Debüt der besonders sportlichen M-Version nächstes Jahr das Topmodell sein.

Wenn auch noch nicht offiziell bestätigt, rechnen wir noch mit einem günstigeren Einstiegsmodell mit kleinerem Akku sowie einer besonders reichweitenstarken Ausführung mit großer Batterie und Hinterradantrieb. Wie viel Energie der Akku speichert, hält BMW noch geheim. Um die 100 kWh werden es aber sein.

Da der i3 mit einer Höhe von 1,48 Meter ganze 16 Zentimeter flacher baut als der iX3, erwarten wir einen nochmals niedrigeren Verbrauch. Wahrscheinlich steht eine „13“ vor dem Komma. Dank 800-Volt-Bordnetz und 400 kW Ladeleistung sollen deshalb 400 Kilometer WLTP-Reichweite in nur zehn Minuten nachgeladen werden können.

Wechselstrom lädt der i3 serienmäßig mit 11 und gegen Aufpreis mit 22 kW. Darüber hinaus kommt der i3 in den Genuss zahlreicher Innovationen. Das „Heart-of-Joy“, ein Zentralrechner für die Fahrdynamik, wird auch hier für ein überragendes Fahrverhalten sorgen. Bidirektionales Laden, inklusive V2H und V2G, ist ebenfalls vorgesehen.

Knapp geschnittene Sportlimousine

Bereits vor der offiziellen Weltpremiere hatte Elektroautomobil die Chance für ein erstes Probesitzen. Insgesamt ist der Innenraum deutlich enger geschnitten als im iX3. Das Platzangebot im Fond fällt spürbar geringer aus, für Füße und Kopf wird es knapp. Hinterm Lenkrad hat man hingegen viel mehr das Gefühl, im Auto integriert zu sitzen, was für sportliches Fahren kein Nachteil ist. Ansonsten gleichen Lenkrad, Cockpitlandschaft und Displays denen des SUV.

Erste Auslieferungen im vierten Quartal erwartet

Doch anders als dieser wird der i3 im Münchner Stammwerk gebaut. Der Start der Serienproduktion ist für den August 2026 geplant, mit ersten Auslieferungen soll im Herbst begonnen werden.

Preise für den i3 50 xDrive nennt BMW noch nicht. Wir tippen jedoch auf etwa 65.000 Euro.

Fazit: BMW setzt auch mit dem i3 Maßstäbe

Schon der BMW iX3 auf Basis der „Neue Klasse“-Architektur überzeugte bei unserer ersten Testfahrt (siehe Elektroautomobil-Ausgabe 01/2026). Der BMW i3 dürfte nicht weniger beeindrucken.

Zwar bietet der weniger Platz als das SUV, dafür profitiert die Effizienz. Mit 900 Kilometern Reichweite dürften auch starke Elektro-Skeptiker zu überzeugen sein.

Fotos: BMW

Bildergalerie BMW iX3

Technische Daten BMW i3 50 xDrive
Antriebsart: Allradantrieb
Leistung: 345 kW
Drehmoment: 645 Nm
Spannungsklasse: 800 V
Reichweite (WLTP): bis 900 km
Ladeleistung AC: 11 kW (22 kW optional)
Ladeleistung DC: 400 kW
L x B x H: 4,760 m x 1,865 m x 1,480 m
Radstand: 2,897 m
Preis: ab 65.000 € (geschätzt)
  1. Franz Kinzer sagt:

    Bravo, die Kühlergrillseuche ist behoben, hoffentlich nachhaltig. Hoffentlich hat man jetzt in München tatsächlich verstanden das BEVs keinen Kühlergrill benötigen und das Fläche mal Luftwiderstand Verbrauch bestimmen, natürlich neben anderen Faktoren.
    Die neue Technik ist sehr lobenswert. Super das BMW sich traut wieder mal etwas Innovation auf den Markt zu bringen.
    900 km Reichweite brauchen vielleicht ein paar Prozent aller Kunden. Für die große Mehrheit wäre ein vernünftiger Preis und mehr Platz viel wichtiger.
    Der Kampf gegen die neue Konkurrenz aus Fernost lässt sich nicht nur mit Technik und Luxus gewinnen. BMW braucht auch einige massentaugliches Autos, wozu die 3er Reihe gehören muss. Ohne diese Autos wird jeder Hersteller zu Nischenanbieter verkommen.
    Ich warte auf den i3Touring und i3Coupe. Die Limousine halte ich für die sinnloseste und konservativste Form eines PkWs.

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