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EAM 05/2026 – Oktober/November
BMW zündet die zweite Stufe bei der Markteinführung seiner „Neue Klasse“-Stromer. Die Elektro-Limousine i3 nutzt die gleiche Technologie und den gleichen Antrieb wie das SUV iX3, kommt aber noch einmal ein gutes Stück weiter.
912 Kilometer. Das ist die Reichweite, die BMW für seine vollelektrische Sportlimousine in Aussicht stellt. Damit katapultiert sich der i3 – im Prinzip der elektrische Dreier-BMW – vom Start weg an die Spitze der Mittelklasse-Stromer. Weiter kommt derzeit kein anderes Modell in diesem Segment: Bei den Hauptwettbewerbern aus Stuttgart, dem Mercedes CLA EQ und der neuen elektrischen C-Klasse, ist derzeit bei 792 bzw. 762 Kilometern Schluss. Das Tesla Model 3 kommt auf maximal 750 Kilometer.
Selbst darüber gibt es nicht viele Fahrzeuge, denen der i3 in dieser Disziplin den Vortritt lassen muss. Möglich macht das der technologische Unterbau, den sich die Limousine mit dem SUV iX3 teilt.
Die schlank gezeichnete Limousine führt die neue Designsprache für diese Karosserieform ein. Auffälligstes Merkmal ist die breite Niere, die sich über die gesamte Fahrzeugfront erstreckt, ringsum beleuchtet ist und die Scheinwerfer beinhaltet. Zusätzlich deuten zwei schmale Leuchtleisten eine Niere in der Mitte der Front an.
In der Seitenansicht ist ein klares Profil zu erkennen: Front-, Mittel- und Heckbereich bilden separate „Boxen“. BMW spricht hier vom „2,5-Box-Design“. Die Heckansicht fällt hingegen konventioneller aus und lässt Parallelen zu aktuellen Modellen der Marke erkennen.
Zum Start gibt es den 4,76 Meter langen Viertürer mit den zwei aus dem iX3 bekannten Antrieben. Die höchste Reichweite gibt es im i3 50 xDrive mit 345 kW starkem Allradantrieb. Während an der Hinterachse eine stromerregte Synchronmaschine zum Einsatz kommt, liefert eine Asynchronmaschine die Leistung an die Vorderräder. Wie schon beim SUV wird die Energie in einem 800-Volt-Akku mit 108,7 kWh (netto) gespeichert. Der i3 50 xDrive ist bis zum Debüt der besonders sportlichen M-Version i3 M60 xDrive Anfang nächstes Jahr das Topmodell.
Darunter positioniert BMW den i3 40 xDrive, der auf 275 kW Leistung kommt und mit der 82,8 kWh großen Batterie bestenfalls auf immer noch beachtliche 710 Kilometer schaffen soll.
Während beide Varianten bei 200 km/h elektronisch begrenzt werden, sprintet der i3 50 erwartungsgemäß schneller auf 100 km/h. Er benötigt lediglich 4,7 Sekunden und ist damit 0,7 Sekunden schneller als der i3 40. Zum Vergleich: Mercedes lässt seiner C-Klasse bis 210 km/h Auslauf, die Sprintzeit liegt im besten Fall bei nur 4,0 Sekunden.
| Technische Daten | BMW i3 50 xDrive | BMW i3 40 xDrive |
|---|---|---|
| Antriebsart: | Allradantrieb | Allradantrieb |
| Leistung: | 345 kW | 275 kW |
| Drehmoment: | 645 Nm | 520 Nm |
| 0–100 km/h: | 4,7 s | 5,4 s |
| Höchstgeschw.: | 200 km/h | 200 km/h |
| Batterie (netto): | 108,7 kWh | 82,8 kWh |
| Spannungsklasse: | 800 V | 800 V |
| Reichweite (WLTP): | 729–912 km | 566–710 km |
| Ladeleistung AC: | 11 kW (22 kW optional) | 11 kW (22 kW optional) |
| Ladeleistung DC: | 400 kW | 300 kW |
| Ladezeit DC (10–80 %): | 21 min | 21 min |
| Preis DE: | 65.900 € | 59.900 € |
| Preis AT: | 65.900 € | 59.900 € |
Da der i3 mit einer Höhe von 1,48 Meter ganze 16 Zentimeter flacher baut als der iX3, schafft die Limousine im bestenfall einen Normverbrauch von 13,4 kWh/100 km.Je nach Ausstattung kann sich die WLTP-Angabe jedoch auch auf bis zu 18,0 kWh/100 km erhöhen, die Reichweite reduziert sich dann auf 729 Kilometer (i3 50 xDrive) bzw. 566 Kilometer (i3 40 xDrive).
Dank des 800-Volt-Bordnetzes und bis zu 400 kW Ladeleistung (300 kW beim i3 40 xDrive) soll der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent an einem HPC nur 21 Minuten dauern.
Wechselstrom lädt der i3 serienmäßig mit 11 und gegen Aufpreis mit 22 kW. Darüber hinaus kommt der i3 in den Genuss zahlreicher Innovationen. Das „Heart-of-Joy“, ein Zentralrechner für die Fahrdynamik, wird auch hier für ein überragendes Fahrverhalten sorgen. Bidirektionales Laden, inklusive V2H und V2G, ist ebenfalls vorgesehen.
| Maßße & Gewichte | BMW i3 (2026) |
|---|---|
| Länge: | 4,760 m |
| Breite (ohne Spiegel): | 1,865 m |
| Breite (mit Spiegel): | 2,075 m |
| Höhe: | 1,480 m |
| Radstand: | 2,897 m |
| cW-Wert: | 0,21 |
| Wendekreis: | 12,2 m |
| Kofferraum: | 420 l |
| Frunk: | 31 l |
| Leergewicht (i3 40/i3 50): | 2.165 kg/2.280 kg |
| Anhängelast (gebremst): | 1.800 kg |
| Anhängelast (ungebremst): | 750 kg |
| Stützlast: | 75 kg |
| Dachlast: | 75 kg |
Bereits vor der offiziellen Weltpremiere hatte Elektroautomobil die Chance für ein erstes Probesitzen. Insgesamt ist der Innenraum deutlich enger geschnitten als im iX3. Das Platzangebot im Fond fällt spürbar geringer aus, für Füße und Kopf wird es knapp. Hinterm Lenkrad hat man hingegen viel mehr das Gefühl, im Auto integriert zu sitzen, was für sportliches Fahren kein Nachteil ist. Ansonsten gleichen Lenkrad, Cockpitlandschaft und Displays denen des SUV.
Der Kofferraum fällt mit 420 Litern klassenüblich aus. Hinzu kommen 30 Liter des Frontkofferraums. Bei der elektrischen C-Klasse stehen sowohl vorne als auch hinten jeweils 50 Liter mehr zur Verfügung.
Eine Kombiversion soll allerdings noch folgen, womit die Praktikabilität noch einmal deutlich zulegen dürfte.
Anders als der iX3 wird der i3 im Münchner Stammwerk gebaut. Der Produktionsstart erfolgt im August 2026, erste Auslieferungen könnten noch zum Ende dieses Jahres erfolgen.
Preislich startet der i3 knapp unter der 60.000-Euro-Marke: Der i3 40 xDrive ist ab 59.900 Euro konfigurierbar. Der i3 50 xDrive kostet 6.000 Euro mehr, startet also bei 65.900 Euro. Damit unterbietet er die C-Klasse um etwa 2.000 bis 3.000 Euro.
Durch die Umstellung auf die „Neue Klasse“-Architektur verschiebt BMW die Reichweiten-Messlatte in der elektrischen Mittelklasse ein gutes Stück nach oben. Die bis zu 912 Kilometer dürften auch starke Elektro-Skeptiker überzeugen.
Dass der i3 auch fahrerisch vorne mitspielt, ist zu erwarten: Schon der BMW iX3 überzeugte bei unserer ersten Testfahrt (siehe Elektroautomobil-Ausgabe 01/2026). Der BMW i3 wird in diesem Punkt nicht weniger beeindrucken.
Fotos: BMW
Dieser Artikel wurde erstmals am 19.03.2026 veröffentlicht und am 30.09.2026 umfangreich überarbeitet, aktualisiert und neuveröffentlicht.
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Bravo, die Kühlergrillseuche ist behoben, hoffentlich nachhaltig. Hoffentlich hat man jetzt in München tatsächlich verstanden das BEVs keinen Kühlergrill benötigen und das Fläche mal Luftwiderstand Verbrauch bestimmen, natürlich neben anderen Faktoren.
Die neue Technik ist sehr lobenswert. Super das BMW sich traut wieder mal etwas Innovation auf den Markt zu bringen.
900 km Reichweite brauchen vielleicht ein paar Prozent aller Kunden. Für die große Mehrheit wäre ein vernünftiger Preis und mehr Platz viel wichtiger.
Der Kampf gegen die neue Konkurrenz aus Fernost lässt sich nicht nur mit Technik und Luxus gewinnen. BMW braucht auch einige massentaugliches Autos, wozu die 3er Reihe gehören muss. Ohne diese Autos wird jeder Hersteller zu Nischenanbieter verkommen.
Ich warte auf den i3Touring und i3Coupe. Die Limousine halte ich für die sinnloseste und konservativste Form eines PkWs.