VW ID. Cross (2026): kompaktes E-SUV startet im Herbst

15.07.2026 von Marcus Zacher

Startpreis liegt bei rund 28.000 Euro

Mit dem ID. Cross stellt VW sein zweites neues elektrisches Kleinwagenmodell vor. Es soll mit viel Platz auf kleiner Grundfläche überzeugen. Ob das geklappt hat, konnten wir beim ersten Probesitzen herausfinden.

Der Hochlauf der elektrischen Kleinwagenfamilie des VW-Konzerns ist in vollem Gange. Auf die fünftürigen Kleinwagen Cupra Raval, VW ID. Polo und den Sport-Ableger ID. Polo GTI folgen die beiden kleinen SUV Škoda Epiq und nun der ID. Cross. Damit sind alle vier Baureihen offiziell vorgestellt.

Zwei Batterieoptionen für bis zu 427 Kilometer Reichweite

Da sich der ID. Cross die „MEB+“-Plattform mit den genannten Modellen teilt, gibt es mit Blick auf die Batterie- und Antriebsoptionen keine Überraschungen: Zur Wahl stehen zunächst zwei verschiedene Batterievarianten. Der kleinere Akku speichert 37 kWh (netto) und ist mit günstigen LFP-Zellen bestückt. Damit sollen Reichweiten bis 317 Kilometer möglich sein.

Der größere Speicher ist auf 52 kWh (ebenfalls netto) ausgelegt und wird mit den leistungsfähigeren NMC-Zellen versehen. Dadurch steigt die Reichweite voraussichtlich auf 427 Kilometer.

Schnellladen: im Bestfall in unter 24 Minuten

Für die kleinere der beiden Batterien gibt VW eine Ladeleistung von maximal 90 kW an. Dennoch soll der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent nur etwa 23 Minuten dauern – für ein Einstiegsmodell in dieser Klasse ein sehr guter Wert.

Mit dem NMC-Akku steigt die Ladeleistung moderat auf 105 kW, die Ladezeit verlängert sich minimal auf immer noch zügige 24 Minuten. Die kurzen Ladezeiten begründet VW mit einem besonders stabilen Ladekurvenverlauf.

Wechselstrom wird stets dreiphasig mit bis zu 11 kW geladen. Der On-Board-Lader unterstützt darüber hinaus Vehicle-to-Load (V2L) mit bis zu 3,6 kW.

Vier E-Motoren mit 85 bis 166 kW

Der APP290 genannte E-Antrieb an der Vorderachse wird zunächst in drei Leistungsstufen angeboten. Im Basismodell „Trend“ liefert der Motor 85 kW. In den höheren Ausstattungsstufen „Life“ und „Style“ sind es serienmäßig 99 kW. Die beiden schwächeren Antriebe sind stets an den 37-kWh-Akku gekoppelt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt jeweils 150 km/h.

Für die beiden höheren Ausstattungslinien ist auf Wunsch auch der größere Akku erhältlich, der dann zunächst mit der 155 kW starken Ausführung der APP290 ausgeliefert wird. Diese Variante ist bis zu 160 km/h schnell. Zu einem späteren Zeitpunkt wird auch eine Version mit 166 kW folgen.

VW ID. Cross: Batterie- und Antriebsübersicht
37 kWh (85 kW) 37 kWh (99 kW) 52 kWh (155 kW)
Leistung: 85 kW 99 kW 155 kW
0–100 km/h: 11 s 9,8 s 7,1 s
Höchstgeschw.: 150 km/h 150 km/h 160 km/h
Batterie (netto): 37 kWh 37 kWh 52 kWh
Zellchemie: LFP LFP NMC
Reichweite (WLTP): 317 km 306 km 427 km
Verbrauch/100 km (WLTP): n. v. n. v. 16,9–14,3 kWh
Ladeleistung AC: 11 kW 11 kW 11 kW
Ladeleistung DC: 90 kW 90 kW 105 kW
Ladezeit DC (10–80 %): 23 min 23 min 24 min
Preis DE: ab 27.995 € n. v. ab 36.525 €
Preis AT: ab 28.490 € ab 34.190 € ab 36.590 €

Bis zu 1,2 Tonnen Anhängelast

Wer sich für das Topmodell entscheidet und die Anhängerkupplung ordert, darf damit bis zu 1.200 Kilogramm schwere Anhänger ziehen. Die Stützlast beträgt 75 Kilogramm, ist also hoch genug, um zwei bis drei Fahrräder zu transportieren. Wie hoch die Anhängelast bei der 37-kWh-Variante ausfällt, hat VW noch nicht kommuniziert.

Der Innenraum im Check: neue Software und physische Tasten

Wie schon im ID. Polo setzt VW auch beim ID. Cross auf einen Innenraum mit einem großen Fahrerdisplay (das auf Wunsch den Tacho-Stil des ersten Golfs imitiert) und einem querorientierten Touchscreen mit 12,9 Zoll Diagonale, auf dem die neue ID.-Software läuft.

Diese reagierte beim ersten Test recht zügig, benötigt mit den vielen Zugriffsebenen aber ein wenig Eingewöhnung. Für Lautstärke und Klimaanlage gibt es noch physische Drehregler und Tasten, ebenso am (ein wenig überladenen) Lenkrad. Das alles ist jedoch weitestgehend selbsterklärend und deutlich besser bedienbar als die Touchslider früherer MEB-Modelle.

Gutes Platzangebot auf 4,15 Meter Länge

Im ID. Cross sitzt man naturgemäß höher als im ID. Polo und auch die Kopffreiheit fällt großzügiger aus. Mit 1,58 Meter ist das SUV jedoch nur fünf Zentimeter höher als der fünftürige Kleinwagen. Das Platzangebot vorne passt einwandfrei, nichts kneift oder zwickt.

Abmessungen und Gewichte VW ID. Cross
Länge: 4,153 m
Breite (ohne Spiegel): 1,794 m
Breite (mit Spiegel): 2,000 m
Höhe: 1,581 m
Radstand: 2,597 m
Wendekreis: 10,8 m
Kofferraum: 475–1.345 l
Frunk: 25 l
Leergewicht: 1.614–1.631 kg
Anhängelast: bis zu 1.200 kg
Stützlast: 75 kg
Dachlast: 75 kg

Im Fond wird es mit 1,80 Meter für die Knie schon etwas knapper, dennoch sitzt man hier angenehmer als im zehn Zentimeter kürzeren Polo. Der ID. Cross profitiert hier von 4,15 Meter Außenlänge und einem Radstand von rund 2,60 Meter.

Großer Kofferraum und der erste Frunk

Mit 475 Liter bietet der Kofferraum ein Fassungsvermögen, das selbst manche Fahrzeuge der Mittelklasse nicht erreichen. Der Grund hierfür ist das riesige Unterbodenfach, in das problemlos eine Wasserkiste passt.

Eine Premiere feiert der Frontkofferraum im ID. Cross. Bislang gibt es keinen elektrischen VW mit dem zusätzlichen Gepäckfach unter der Fronthaube. Mit 25 Litern ist es gerade groß genug für das Ladekabel.

Marktstart im Herbst

Das kompakte SUV wird voraussichtlich ab November 2026 ausgeliefert und kann ab sofort mit der 52-kWh-Batterie und 155 kW Leistung bestellt werden. Die Preise für diese Variante beginnen sowohl in Deutschland als auch in Österreich bei knapp unter 36.600 Euro. Damit würde der ID. Cross in dieser Klasse zu den teureren Fahrzeugen gehören. Das Basismodell folgt im Oktober und startet dann bei rund 28.000 Euro . Der Konzernbruder Škoda Epiq kostet etwa 2.000 Euro weniger, ein Renault 4 wiederum ist etwas teurer. Die Topversion mit 166 kW wird als letztes ins Programm aufgenommen.

Fazit: Gutes Format, viel Platz, aber gehobener Preis

Das Verhältnis aus Karosseriemaßen und Platzangebot ist beim ID. Cross für Europa äußerst praktisch, viele Kunden werden sich kein größeres Auto wünschen. Wie erfolgreich der ID. Cross letztlich wird, dürfte vor allem vom Preis der Variante mit großer Batterie abhängen. Die größte Konkurrenz lauert dabei in Form des Škoda Epiq.

Fotos: Martin Meiners, Volkswagen

Update am 15.07.2026 um 17:25

Die technischen Daten und Preise wurden mit den neuesten Angaben von Volkswagen aktualisiert.

  1. Erwin Nüsser sagt:

    Ist wohl eher was für VW Fans. Jeder andere sucht sich was mit einem besseren Preis/Leistung Verhältnis.

  2. W. Moßner sagt:

    Die Minimale Baterriegröße von 52 KW ist einfach lecherlich. Dazu eien max Ladeleistng von 90 KW
    Warum stellt VW eien Neunes E-Auto her mit so geringer Reichweite auf Grund des viel zu kleiensn Akkus.

    Das Auto ist am Markt vorbei projeziert.

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