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EAM 01/2026 – Februar/März
Kaum angekündigt, jetzt schon vorbestellbar: Die dritte Generation des Jeep Compass kommt erstmals auch rein batterieelektrisch auf den Markt. Mit bis zu 650 Kilometern Reichweite, serienmäßigem Selec-Terrain-System und optionalem Allradantrieb bleibt das kompakte SUV seiner kernigen DNA treu – nur jetzt eben auch als Version ohne Auspuff.
Mit 4,55 Metern Länge wächst der neue Compass im Vergleich zu seinem Vorgänger um 15 Zentimeter. Damit bleibt er zwar handlich, bietet aber spürbar mehr Platz im Innenraum. In der Stellantis-Familie zählt er dennoch zu den kompakteren Modellen auf der STLA-Medium-Plattform. Die Plattformgeschwister Peugeot E-5008 oder Opel Grandland Electric beispielsweise sind deutlich größer.
Beim Design bleibt Jeep seinem bisherigen Stil treu. Die Karosserie wirkt kantig und robust und kommt mit dicken Schutzleisten und eckigen Radhäusern daher. Das Hauptmerkmal der amerikanischen Traditionsmarke bleiben weiterhin die ikonischen sieben Schlitze an der Front, neu ist allerdings der rot beleuchtete Jeep-Schriftzug, welcher fortan stolz am Heck prangt. Bestellbar ist der Compass in sechs verschiedenen Farben, jede davon wurde von einer anderen Landschaft inspiriert. Die Kommunikationsfarbe Hawaii Green beispielsweise nimmt Anleihen von der tropischen Natur.
Angetrieben wird das Elektro-SUV wahlweise über die Vorderräder mit 157 kW oder per Allradantrieb mit bis zu 276 kW Systemleistung. Letzterer kombiniert einen besonders starken Motor an der Vorderachse mit einem speziell für Jeep entwickelten Heckmotor. Trotz „nur“ 49 kW an der Hinterachse sorgt ein Untersetzungsgetriebe für beeindruckende 3.100 Nm Drehmoment am Rad – genug, um steile Hänge zu meistern, selbst wenn die Vorderreifen schon durchdrehen.
Der 74 kWh fassende Lithium-Ionen-Akku soll bis zu 500 Kilometer Reichweite nach WLTP ermöglichen, eine später nachgereichte Version mit größerem Akku wird mit bis zu 650 Kilometern Reichweite angegeben. Geladen wird STLA-Medium-typisch mit bis zu 160 kW, in rund 30 Minuten kann der Akku somit von 20 auf 80 Prozent gefüllt werden. An der heimischen Wallbox sind serienmäßig 11 kW sowie gegen Aufpreis 22 kW möglich.
Bereits die Fronttrieblerversion des Compass soll mit beachtlicher Geländetauglichkeit punkten: 200 Millimeter Bodenfreiheit, 20 Grad Anfahrwinkel, 15 Grad Kippwinkel und 27 Grad Abfahrwinkel stehen im Datenblatt. Auch die maximale Wattiefe von 47 Zentimetern unterstreicht den Anspruch, nicht nur ein Schönwetter-Stromer zu sein.
Für mehr Komfort und Kontrolle sorgt eine überarbeitete Fahrwerksabstimmung mit speziell abgestimmten Federn, Dämpfern und Stabilisatoren. Noch geländegängiger zeigen sich die Allradmodelle: Sie bieten verbesserte Böschungs- und Rampenwinkel (27 Grad vorn, 16 Grad seitlich, 31 Grad hinten) sowie eine optimierte Bodenfreiheit und höhere Wasserdurchlässigkeit. Dazu kommt eine serienmäßige Bergabfahrhilfe, die in steilem Terrain unterstützt.
Alle Varianten verfügen serienmäßig über das Selec-Terrain-System, das per Drehregler verschiedene Fahrmodi für unterschiedlichste Untergründe bereitstellt – von Schnee bis Schotter.
Im Interieur versucht der Compass ebenfalls, sich auf der Höhe der Zeit zu präsentieren: Ein 10,25-Zoll-Digitalinstrument und ein 16-Zoll-Zentraldisplay dominieren das Cockpit. Die Bedienung erfolgt über Drehregler, Tasten und den Touchscreen. Ebenfalls an Bord: Over-the-Air-Updates, verschiedene Connected Services, ein Head-up-Display sowie diverse Assistenzsysteme inklusive halbautomatischen Spurwechseln und Level-2-Autonomie.
Und auch beim Raumangebot hat sich einiges getan: 550 Liter Kofferraumvolumen, 55 Millimeter mehr Beinfreiheit und eine dreigeteilte Rückbank im Verhältnis 40:20:40 bieten ausreichend Flexibilität für den Alltag sowie für einen Familienurlaub. Ein Frunk fehlt leider weiterhin.
Los geht es mit der First Edition: Jeep ruft für die vollelektrische Variante mit 157-kW-Frontantrieb in Deutschland mindestens 50.400 Euro auf, die Allradversion folgt erst zu einem späteren Zeitpunkt. In Österreich beginnt die Preisliste bei 49.300 Euro.
Die Ausstattung der First Edition kann sich durchaus sehen lassen: 20-Zoll-Räder, Matrix-LED-Licht, Rückfahrkamera und viele Assistenten sind Serie. Allerdings ist dieser Preis selbst für ein technisch gut ausgestattetes Elektro-SUV kein Schnäppchen. Gerade im Vergleich zur Konkurrenz wie etwa einem VW ID.4 wirkt der Compass recht ambitioniert eingepreist.
Ein Schnäppchen wird der abenteuerliche Stellantis-Stromer also sicherlich nicht werden. Doch wer den klassischen Jeep-Charakter liebt, könnte hier dennoch fündig werden: Die Kombination aus robuster Optik, alltagstauglicher Reichweite und passabler Geländetauglichkeit macht den Compass zu einer spannenden Alternative und hebt den elektrischen Abenteurer von seinen Stellantis-Geschwistern ab.
Gebaut wird das Modell übrigens im süditalienischen Melfi. Vorbestellungen sind bereits möglich, die Auslieferungen starten dann im vierten Quartal 2025.
Fotos: Jeep
Pro:
Contra:
Mit 4,65 Metern Länge überragt der koreanische Allrounder den Compass um 10 Zentimeter, bietet jedoch mit 520 Litern etwas weniger Kofferraumvolumen. Die 84-kWh-Batterie ermöglicht eine Reichweite von bis zu 570 Kilometern, der Heckantrieb leistet 168 kW. Das stärkste Argument für den Ioniq 5 ist seine Ladeleistung von 260 kW. Der Preis der mit dem Jeep Compass First Edition am ehesten vergleichbaren Variante liegt bei 51.650 Euro in DE und 47.390 Euro in AT.
Der 4,50 Meter lange iX1 punktet mit einem wertigen Innenraum und einem fein abgestimmten sportlichen Fahrwerk. Nicht so recht will der Frontantrieb des eDrive20 zu dem dynamischen Image der Marke passen. Auch der Akku fällt mit 65 kWh ein ganzes Stück kleiner aus, wodurch maximal 475 Kilometer möglich sind. Die DC-Ladeleistung ist ebenfalls nur durchschnittlich. Zu haben ist der iX1 eDrive20 mit einem 150 kW E-Motor zu Preisen ab 48.800 Euro in Deutschland und 46.788 Euro in Österreich.
Der 4,58 Meter lange Bestseller aus Wolfsburg punktet mit ausgereifter Technik, ist aber aufgrund seiner hohen Verkaufszahlen nur bedingt für Individualisten geeignet. Die Preise für die Pro-Version beginnen bei rund 47.000 Euro, wofür man einen 150 kW starken Heckantrieb, einen Akku mit 77 kWh Netto-Kapazität, 175 kW Peak-Ladeleistung und 512 Kilometer WLTP-Reichweite erhält.
| Technische Daten | Jeep Compass FWD |
|---|---|
| Fahrzeugklasse: | Kompaktklasse |
| Karosserie: | SUV |
| Sitze/Türen: | 5/5 |
| ANTRIEB | |
| Antriebsart: | Vorderradantrieb |
| Leistung: | 157 kW |
| Drehmoment: | 345 Nm |
| BATTERIE & LADESTANDARD | |
| Spannungsklasse: | 400 V |
| Zellchemie: | NMC |
| Energieinhalt (brutto/netto): | 80 kWh/74 kWh |
| Ladeleistung AC: | 11 kW (optional: 22 kW) |
| Ladeleistung DC: | 160 kW |
| Ladezeit AC (0–100 %): | 8 h 18 min (4 h 18 min mit 22-kW-Bordlader) |
| Ladezeit DC (20–80 %): | 31 min |
| FAHRLEISTUNGEN | |
| Höchstgeschw.: | 180 km/h |
| 0–100 km/h: | 8,5 s |
| REICHWEITE & VERBRAUCH | |
| Reichweite (WLTP): | 500 km |
| Verbrauch (WLTP): | 17,5 kWh7100 km |
| ABMESSUNGEN & GEWICHT | |
| L x B (exkl. Spiegel) x H: | 4,552 m x 1,928 m x 1,675 m |
| Radstand: | 2,795 m |
| Gepäckraum: | 550 l |
| Frunk: | — |
| Leergewicht: | 2.198 kg |
| Zuladung: | N/A |
| Anhängelast (g/u): | 1.000 kg/750 kg |
| cW-Wert: | N/A |
| PREIS & VERFÜGBARKEIT | |
| Verfügbarkeit: | Vorbestellung möglich, Auslieferung ab Q4/25 |
| Preis DE: | ab 50.400 € (First Edition) |
| Preis AT: | ab 49.300 € (First Edition) |
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Bei dem Preis würde ich eher einen X Peng oder BYD kaufen.