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EAM 03/2026 – Juni/Juli
Opel krönt seine Kleinwagenbaureihe mit einem besonders sportlichen GSE-Ableger. Er soll der schnellste Serien-Opel sein, der jemals gebaut wurde.
Der Mokka GSE ist gerade erst gestartet (mehr dazu im Fahrbericht in EAM 01/26), da rollt Opel bereits das nächste Modell mit dem neuen Sport-Label ins Rampenlicht. GSE steht übrigens für „Grand Sport Electric“.
Seine sportlichen Ambitionen stellt der Corsa GSE dezent zur Schau: Von den zivileren Varianten unterscheidet er sich durch GSE-spezifische Stoßfänger, die verbreiterten, schwarz lackierten Radhäuser, neue 18-Zoll-Räder und die gelben Bremssättel.
Im Innenraum fallen sofort die Sportsitze mit Karomuster auf. Gelbe Akzente in den Türen, Alcantara-Elemente und gelbe Gurte sind weitere Unterscheidungsmerkmale.
Wie schon beim Mokka GSE verbauen die Rüsselsheimer eine Permanentmagnet-Synchronmaschine. Sie leistet 207 kW und schickt 345 Newtonmeter Drehmoment an die Vorderachse. Damit der kleine Sportler in engen Kurven nicht gnadenlos geradeaus schiebt, hält ein Torsen-Lamellen-Sperrdifferential die Vorderachse in Zaum und verteilt das Drehmoment zielgerichtet ans kurvenäußere Rad.
| Antrieb und Fahrleistungen | Opel Corsa GSE (2026) |
|---|---|
| Antriebsart: | Vorderradantrieb |
| Leistung: | 207 kW |
| Drehmoment: | 345 Nm |
| 0–100 km/h: | 5,5 s |
| Höchstgeschw.: | 180 km/h |
| Batterie (brutto): | 54,0 kWh |
| Verbrauch (WLTP): | 18,5 kWh/100 km |
Darüber hinaus hat Opel das Fahrwerk modifiziert und tiefergelegt sowie mit neuen Stabilisatoren und Stoßdämpfern ausgerüstet. Lenkung und Fahrpedal wurden ebenfalls neu abgestimmt. Für standesgemäße Verzögerung sorgt eine Vier-Kolben-Bremsanlage.
Diesen Titel sichert er sich durch seine Beschleunigung: Er sprintet in 5,5 Sekunden auf 100 km/h und benötigt damit eine Zehntelsekunde weniger als der Mokka GSE. Damit ist er auch deutlich schneller als vergleichbare Elektro-Kleinwagen mit Sportabzeichen und schlägt insbesondere den VW ID. Polo GTI um über eine Sekunde.
Dafür darf der Corsa GSE allerdings nicht ganz so schnell fahren wie sein größerer Bruder: Während das kompakte SUV erst bei 200 km/h abgeregelt wird, lässt Opel den Kleinwagen schon bei 180 km/h ins elektronische Tempolimit laufen.
Der Corsa GSE verfügt als erstes Modell der Baureihe über den 54-kWh-Akku, den wir z. B. schon vom Mokka kennen. Die Batterie stellt einen nutzbaren Energieinhalt von 51 kWh zur Verfügung. Die Reichweite hat Opel noch nicht verraten, der Norm-Verbrauch soll jedoch bei 18,5 kWh/100 km liegen. Das entspricht exakt dem Verbrauch des Mokka GSE. Daher rechnen wir mit einer WLTP-Reichweite von etwa 340 Kilometern. Das SUV kommt bestenfalls auf 336 Kilometer.
Details zu Preisen sowie dem Bestellstart hat Opel bislang noch nicht bekanntgegeben. Wir rechnen damit, dass der Corsa GSE im Laufe des Sommers zu Preisen ab schätzungsweise 42.000 Euro bestellt werden kann.
Zum Ende seines Modellzyklus – nach gut sieben Jahren Bauzeit – bekommt der Rüsselsheimer Kleinwagen eine Performance-Variante zur Seite gestellt. Für ein Fahrzeug in diesem Segment klingen die Daten vielversprechend. Was Opel besonders wichtig sein dürfte: In den Performance-Kennwerten übertrumpft er den neuen ID. Polo GTI. Ob er sich auch auf der Straße überzeugen kann, wird man jedoch erst bei einer Testfahrt herausfinden können.
Fotos: Opel
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