Facelift für den Hyundai Ioniq

Hyundai frischt den Ioniq im Modelljahr 2020 auf. Ab September soll das Modelljahr 2020 des Ioniq Elektro verfügbar sein. Die wichtigsten Änderungen sind eine neue Batterie mit mehr Energiedichte und die längst überfällige Smartphone-Anbindung, um den Ladestand abzufragen oder die Klimaanlage zu aktivieren.

Neue Batterie

Wir haben uns die Batterie näher angesehen und den Rechenstift ausgepackt. Hyundai gibt den neuen Energieinhalt mit 38,3 kWh an – zuvor 28 kWh. Somit eine Steigerung um gut 36 Prozent. Für Insider: Wir schätzen den Brutto-Energieinhalt auf 42 kWh. Aktuell sind es ca. 31 kWh. Das Gesamtgewicht bleibt unverändert bei 1.495 kg. Die Erhöhung der Energiedichte führt jedoch zu Einbußen bei der Ladegeschwindigkeit. Die Ladung von 0 auf 80 % nimmt laut Datenblatt 54 Minuten in Anspruch. Der Vorgänger benötigte 23 min.

An einer Ladesäule mit mindestens 100 kW Leistung steht man nun, für eine Ladung von leer bis 80% Ladestand, gut eine halbe Stunde länger. Die Durchschnittliche Ladeleistung liegt bei rund 34 kW und ist um 24 kW geringer als beim aktuellen Modell. An einem klassischen Triple Charger wartet man nur 3 Minuten länger! Damit spielt es zukünftig praktisch keine Rolle ob man eine Schnellladestation mit 100 kW oder eine mit 50 kW anfährt.

Bei Autobahngeschwindigkeiten mit Ladestopps wird man mit der größeren Batterie nicht schneller vorankommen. Möglicherweise fällt man sogar zurück. Erst bei Geschwindigkeiten mit viel Stadtanteil, wird man sich effektiv Zeit sparen.

Für Fahrer, die mehrheitlich zu Hause laden können, bringt die größere Batterie aber einen Komfortgewinn. Die geringere Anzahl an Ladezyklen schont zusätzlich auch den Speicher.

Ladeleistung steigt

Die Leistung des On-Board-Chargers steigt von 6,6 kW auf 7,2 kW. An öffentlichen Ladesäulen spart man sich somit bis zu 30 Minuten. Aber auch nur, wenn man mehr als fünf Stunden Zeit zum Laden hat. Aufgrund der Schieflast-Verordnung, die maximal 4,6 kW an der privaten Wallbox zulässt (Ausnahmen bestätigen die Regel), bringt diese marginale Erhöhung praktisch nichts.

Die neu gestaltete Frontmaske wirkt jetzt plastischer und hat ein aufgeprägtes kleinteiliges Muster. Wenn es beim gleichen cw-Wert bleibt, dann reduziert sich die Änderung auf den optischen Aspekt. Vier neue Farben sollen zu Verkaufsstart auch angeboten werden: Fluidic Metal, Electric Shadow, Liquid Sand und Typhoon Silver.

Das Innenleben der Scheinwerfer wurde komplett geändert, ebenso das Tagfahrlicht. Das Display mit 10,25-Zoll ist nicht mehr integriert, sondern steht frei. Die Assistenzsysteme wurden aufgewertet und sind teilweise in der Standardausstattung schon vorhanden.

Hyundai gibt auf den Ioniq neben der üblichen 5-Jahres-Garantie für Neuwagen eine 8-Jahres-Garantie oder bis 200.000 Kilometer Laufleistung auf die Batterie.

  1. David Schmidt sagt:

    Was sagt eigentlich unsere Autoindustrie? Unsere tragende Säule unserer Wirtschaft (DE).
    Hyundai bringt bereits ein Facelift eines Autos, welches man bei den deutschen Herstellern vergeblich sucht. Traurig.

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