Škodas Epiq im ersten Fahrbericht

09.02.2026 von Thomas Geiger

Einstiegs-SUV startet wohl bei rund 26.000 Euro

Noch in diesem Jahr bringt der Volkswagen-Konzern vier neue, günstigere Elektroautos auf den Markt. Eines davon ist das kleine SUV von Škoda: der neue Epiq. Wir konnten bereits eine erste Runde mit einem seriennahen Prototypen drehen.

Ein paar kleine Autos werfen derzeit große Schatten voraus. Nachdem der VW-Konzern erkannt hat, dass Elektroautos bezahlbar sein müssen, trommeln Wolfsburg und seine Töchter seit Monaten für neue Einstiegsmodelle. Vor allem die Konzernmutter hat den Erfolg am nötigsten – und schickt gleich zwei Fahrzeuge ins Rennen. Für ID. Polo und ID. Cross wird Scheibe für Scheibe von der Neuheiten-Salami gesäbelt.

Auch die freche Seat-Schwester Cupra macht mit dem Raval munter mit. Nur Škoda hielt sich bislang auffällig zurück. Doch ein Vierteljahr vor der großen Premiere ihres kleinen Elektroautos melden sich nun auch die Tschechen zu Wort. Sie bitten zur ersten Ausfahrt im Škoda Epiq.

Weiterentwickelte MEB-Plattform

Technisch gibt es keine Überraschungen. Auch der Škoda Epiq nutzt den modernisierten MEB, der für diese Baureihe auf Frontantrieb umgerüstet wurde. Das spart Kosten und schafft Platz.

Zum Einsatz kommen Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien mit 37 kWh für die Einstiegsversionen oder NMC-Zellen mit 51,7 kWh netto am oberen Ende der Palette. Bei einem Normverbrauch von rund 13 kWh/100 km ergeben sich 315 Kilometer Reichweite mit dem kleinen Akku und rund 430 Kilometer mit der größeren Batterie.

Variantenübersicht Škoda Epiq (ausführliche technische Daten weiter unten)
Škoda Epiq 35 Škoda Epiq 40 Škoda Epiq 55
Batterie: 37 kWh 37 kWh 51,7 kWh
Reichweite: 315 km 315 km 430 km
Leistung: 85 kW 99 kW 155 kW
DC-Laden: 50 kW 90 kW 133 kW

Dass Škoda genau auf die Kosten achtet, zeigt sich beim Laden. Das 85-kW-Basismodell lädt am DC-Anschluss mit lediglich 50 kW – langsamer als mancher Plug-in-Hybrid. Die 99-kW-Version schafft 90 kW, das Topmodell mit 155 kW kommt auf konkurrenzfähige 133 kW. Dann dauert der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent nur 23 Minuten.

Zu Hause lädt der Škoda Epiq serienmäßig mit bis zu 11 kW AC. Wer das passende Kreuz auf dem Bestellzettel setzt, kann den Strom später auch wieder aus dem Auto nutzen: Bidirektionales Laden wird unterstützt.

Fahrverhalten: Überraschend souverän – mit echtem One-Pedal-Driving

Auch fahrdynamisch bleibt der Epiq in der Familie. Je nach Motorisierung erreicht er 150 oder 160 km/h. Der Sprint auf Tempo 100 dauert 11,0 Sekunden oder – in der stärkeren Variante – 7,4 Sekunden.

Neu ist das erweiterte Rekuperationskonzept. Im B-Mode erlaubt der Škoda Epiq erstmals echtes One-Pedal-Driving bis zum Stillstand. Schon die Prototypen geben sich dabei erstaunlich gelassen. Sie rollen entspannt ab, treten kräftig an und vermitteln dank der Ruhe des E-Antriebs das Gefühl eines deutlich größeren Autos.

So könnte das Serienmodell aussehen: Škoda Epiq Showcar auf der IAA Mobility 2025

Viel Platz trotz Kleinwagen-Abmessungen

Viel Raum kennt man bereits von anderen Einstiegsmodellen. Beim Škoda Epiq basiert das auf einer Länge von 4,17 Metern und einem Radstand von 2,60 Metern. Neu sind jedoch die Nehmerqualitäten.

Der Kofferraum fasst 475 Liter und damit nicht nur mehr als der ähnlich geschnittene ID. Cross, sondern rund 20 Prozent mehr als der Kamiq aus der Verbrennerwelt. Hinzu kommt ein kleiner Frunk unter der Fronthaube.

Typisch Škoda bleibt es bei durchdachten Details: Eine separate Tasche fürs Ladekabel lässt sich an die Isofix-Haken der Rückbank hängen. Und natürlich steckt auch im Epiq wieder ein Regenschirm in der Tür.

Gefälliges Design, spannender Preis

Optisch gibt sich der Škoda Epiq eigenständig, auch wenn er noch unter Tarnfolie steckt. Die neue Designsprache „Modern Solid“ zeigt sich bereits in markanten Lufteinlässen und rustikalen Elementen am Heck.

Innen bleibt es erfreulich konventionell. Ein 14-Zoll-Zentraldisplay, digitale Instrumente und Touch-Bedienung fürs Klima sind gesetzt. Darunter finden sich jedoch echte Tasten für die wichtigsten Funktionen. Im Lenkrad sitzen die aus dem Enyaq bekannten Walzen.

Die größte Überraschung dürfte der Preis sein, den wir bestenfalls zur Weltpremiere im Mai, spätestens jedoch zum Verkaufsstart im Herbst erfahren werden. Der Einstieg wird nämlich bei rund 26.000 Euro liegen. Damit liegt der Epiq auf Niveau des Kamiq, ist kaum teurer als ein ID. Polo und dürfte günstiger ausfallen als Cupra Raval und ID. Cross. Damit hat Škoda gute Chancen, sich mit dem Epiq die Krone beim Einstiegs-Quartett des Konzerns zu sichern.

Fotos: Škoda

Bildergalerie Škoda Epiq (Prototyp)

Technische Daten Škoda Epiq 35 Škoda Epiq 40 Škoda Epiq 55
Antriebsart: Vorderradantrieb Vorderradantrieb Vorderradantrieb
Leistung: 85 kW 99 kW 155 kW
Drehmoment: 267 Nm 267 Nm 290 Nm
0–100 km/h: 11,0 s 9,8 s 7,4 s
Höchstgeschw.: 150 km/h 150 km/h 160 km/h
Batterie (brutto/netto): 38,5 kWh/37,0 kWh 38,5 kWh/37,0 kWh 55,0 kWh/51,7 kWh
Reichweite (WLTP): 315 km 315 km 430 km
Verbrauch (WLTP): 13,0 kWh/100 km 13,0 kWh/100 km 13,1 kWh/100 km
Ladeleistung AC: 11 kW 11 kW 11 kW
Ladeleistung DC: 50 kW 90 kW 133 kW
Ladezeit DC (10–80 %): n. v. 28 min 23 min
L x B x H: 4,17 m x 1,80 m x 1,62 m 4,17 m x 1,80 m x 1,62 m 4,17 m x 1,80 m x 1,62 m
Radstand: 2,60 m 2,60 m 2,60 m
cW-Wert: 0,275 0,275 0,275
Kofferraum: 475–1.344 l 475–1.344 l 475–1.344 l
Frunk: ja ja ja
Anhängelast: n. v. n. v. n. v.
Verkaufsstart: Q4/2026 Q4/2026 Q4/2026
Preis: ca. 26.000 €* (geschätzt) n. v. n. v.
  1. Josef Thoben sagt:

    Ich wuerde ihn noch nicht als sicheres Weihnachtsgeschenk 2026 einplanen

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