Die aktuelle Ausgabe!
EAM 02/2026 – April/Mai
Von Freitag, dem 28. Februar bis Sonntag, dem 1. März 2026 fand zum inzwischen neunten Mal die ADAC e-competition auf dem Hockenheimring statt. Das Magazin Elektroautomobil war zum dritten Mal mit von der Partie und stellte sich, nach früheren Erfolgen mit dem BMW i4 und dem Lucid Air, erneut dem 24‑Stunden‑Härtetest.
Die ADAC e-competition ist ein Gleichmäßigkeitswettbewerb mit dem Ziel, innerhalb von 24 Stunden so viele Runden wie möglich auf dem Grand-Prix-Kurs des Hockenheimrings zu drehen. Wichtige Einschränkung: Geladen wird mit maximal 19 kW Gleichstrom, wobei sich je zwei Teams eine Ladebox teilen. Präzises Haushalten mit Energie und eine kluge Ladestrategie sind hierbei entscheidend.
Um 15 Uhr fiel der Startschuss für die 28 Teams. Entsprechend rege war der Verkehr auf der legendären Rennstrecke. Das dreiköpfige Team von Elektroautomobil, bestehend aus Ksenia Grakovskaya, Max Falk und Marcus Zacher, startete von Platz fünf mit einem Volvo ES90 Single Motor mit 88-kWh-Akku, der uns freundlicherweise von Volvo zur Verfügung gestellt wurde.
Aufgrund der Batteriegröße ist das Fahrzeug der Klasse C (bis 97 kWh) zugeordnet – die Klasse mit dem größten Starterfeld. Hier galt es, sich gegen starke Konkurrenz bestehend aus Tesla Model 3, VW ID.7 Pro S, Kia EV4, Porsche Taycan, XPeng P7+ Long Range und anderen durchzusetzen.
Wir entschieden uns aus zwei Gründen für eine schrittweise Annäherung ans Optimum: Erstens kannten wir den ES90 – als nagelneuen Schweden mit Hinterradantrieb, Top-Aerodynamik (cW-Wert 0,25) und Normverbrauch von 15,9 kWh/100 km – noch nicht im Detail. Zweitens zwang die begrenzte 19-kW-Ladeleistung zu Vorsicht: Das Team testete verschiedene Tempi und Fahrstile, um den Sweetspot aus Effizienz und Geschwindigkeit daraus abzuleiten. Gleichzeitig sollten die Standzeiten so kurz und planbar wie möglich gehalten werden.
Im ersten vierstündigen Stint jagten wir mit vollem Akku Runde um Runde um den Kurs, wechselten uns danach alle zwei Stunden ab. Nach etwa sechs Stunden folgte der erste Ladestopp. Früh am Morgen schnupperten wir Höhenluft, schließlich lagen wir auf dem dritten Platz. Doch, wie für die 24h e-competition typisch, pendelte sich das Feld erst nach dem finalen Ladevorgang auf den Plätzen ein. Am 1. März um 15:00 Uhr überquerte der Volvo ES90 nach 256 Runden und minimaler Restladung die Ziellinie: Damit erreichten wir Platz 15 im starken Gesamtranking von 28 und ließen so etliche ambitionierte Teams hinter uns.
Auch wenn es dieses Mal nicht für eine vordere Platzierung reichte, war der Einsatz mit dem Volvo ES90 in mehrfacher Hinsicht wertvoll. Über die Renndistanz hinweg erwies sich der Single‑Motor‑Antrieb auch unter Dauerlast als zuverlässig und berechenbar. Die Rundenzeiten, die erreichte Distanz und der Umgang mit den Ladepausen lieferten zahlreiche Datenpunkte, die für zukünftige Langstreckeneinsätze wichtig sind.
Die Spitzenteams im Gesamtklassement lagen mit bis zu 275 Runden vorne, angeführt von „Rote Jacken Racing“ im Tesla Model 3 Highland. Die Präsenz der Nutzfahrzeuge festigte sich in der neuen Klasse E ebenfalls: Kia Deutschland siegte mit dem PV5 Cargo nach 252 Runden vor weiteren Nutzfahrzeugen und Pick-ups.
Mit Blick auf die Gewinnerteams zeigt sich, wie hoch die Messlatte bei der e-Competition inzwischen liegt. Dass sich das Team von Elektroautomobil im Zentrum dieser Konkurrenz behaupten konnte, ist ein solides Resultat für ein großes Fahrzeug wie den Volvo ES90 – und ein guter Grund, sich auch 2027 wieder dem Langstreckentest auf dem Hockenheimring zu stellen.
Das Team Elektroautomobil absolvierte insgesamt 256 Runden in 24 Stunden. Bei einem Starterfeld von 28 Teams in fünf Klassen (A–E) erreichte das Team Platz 15 im Gesamtklassement sowie Rang 12 in der Klasse C. Die zurückgelegte Distanz betrug rund 1160 Kilometer. Der Durchschnittsverbrauch lag dabei bei etwa 19 kWh pro 100 Kilometer.
Ein großes Dankeschön gilt allen Fahrerinnen und Fahrern des Elektroautomobil-Teams für ihren Einsatz über Tag und Nacht hinweg.
Ebenso danken wir Volvo für die Bereitstellung des Volvo ES90 Single Motor, der sich als ausdauernder und effizienter Begleiter über die 24 Stunden erwiesen hat.
Unser Dank geht außerdem an die Organisatorinnen und Organisatoren der ADAC e-competition für den reibungslosen Ablauf, sowie an alle Teams im Fahrerlager für den fairen Wettbewerb und die kollegiale Atmosphäre.
Nach der neunten e-competition ist für uns klar: Die Lernkurve bleibt steil – und wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe auf dem Hockenheimring.
Fotos: © e4 Qualification GmbH (Fotograf: Eberhard Droege), M.Zacher, K.Grakovskaya
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