Die aktuelle Ausgabe!
EAM 03/2026 – Juni/Juli
Citroën hat im Rahmen einer Strategievorstellung eine neue Fahrzeugbaureihe angekündigt. Sie soll vom legendären 2CV – der „Ente“ – inspiriert sein und mit Elektroantrieb angeboten werden.
Mit dem Citroën ë-C3 haben die Franzosen bereits einen einfachen, günstigen Elektro-Kleinwagen im Portfolio, der zu Preisen ab rund 20.000 Euro zu haben ist. Doch darunter ist noch Platz für ein kleineres und günstigeres Modell, das gegen den neuen Renault Twingo, den kommenden VW ID.1 oder auch den Dacia Spring positioniert wird.
Wie das Fahrzeug aussehen könnte, hat Citroën im Rahmen der Strategieplan-Präsentation „Stellantis FaSTLAne 2030“ des Mutterkonzerns angeteasert. Citroën liefert auch gleich ein kurzes Video mit, in dem zunächst zwei Pferde durch Paris galoppieren. „2CV“ steht für „deux chevaux“, also zwei Pferde, und erinnert an die anfänglich geplante Motorleistung in PS. Am Ende der Sequenz zeigt Citroën eine Silhouette des E-Kleinwagens. Diese nahmen wir als Grundlage für unser KI-generiertes Rendering.
Mit Details zum Fahrzeug halten sich die Franzosen bislang noch zurück. Der Kleinwagen solle „elektrisch, einfach, vielseitig und begehrenswert“ sein und mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis punkten. Auch die genaue Bezeichnung hat der Hersteller noch nicht verraten. Die Elektro-Ente soll jedoch in Europa produziert und in der Basis weniger als 15.000 Euro kosten. Zum Vergleich: Das derzeit günstigste E-Auto, der Dacia Spring, ist aktuell in Deutschland ab 16.900 Euro zu haben.
Die Grundlage bildet eine neue Plattform, mit der Stellantis Kostenparität zwischen Verbrenner und Elektroautos erreichen will. Mindestens einen weiteren Ableger soll es offenbar von Fiat geben.
Mit Blick auf den geplanten Preis dürfte der ë-2CV im Basismodell nur mit relativ kleinen Akkus ausgerüstet werden, die vermutlich mit günstigen LFP-Zellen bestückt sind. Wir tippen auf etwa 25 bis maximal 30 kWh Energieinhalt. Damit könnten nach WLTP-Norm um die 250 bis 300 Kilometer Reichweite möglich sein. Angesichts der Positionierung im Einstiegssegment werden auch die E-Motoren nicht allzu stark ausfallen. Wir rechnen mit einem Leistungsbereich zwischen 50 und 80 kW.
Fraglich ist noch, ob Citroën auch schon für die Basis serienmäßig einen dreiphasigen 11-kW-Bordlader und einen CCS-Anschluss für die Gleichstromschnellladung integriert. Beim günstigsten ë-C3 ist beides zusammen nicht zu haben (hier gilt: entweder/oder). Serienmäßig lädt der ë-C3 nur mit einphasigen 7,4 kW. Renault bietet den Twingo zumindest in Deutschland und Österreich sowie einigen weiteren Märkten ab Werk mit dieser Ladeausrüstung an, er kostet aber auch mindestens 20.000 Euro.
Wir schätzen, dass der neue Kleinwagen etwa 3,70 Meter lang sein und Platz für vier Personen bieten wird. Auch eine gewisse Variabilität des Kofferraums würde gut zum Fahrzeugkonzept passen.
Im Oktober dieses Jahres werden wir vermutlich mehr über das Fahrzeugkonzept erfahren. Denn dann will Citroën auf dem Pariser Autosalon einen ersten Ausblick auf den Stromer geben. Der Start der Serienproduktion ist für 2028 avisiert – genau 80 Jahre, nachdem die Ur-Ente auf den Markt kam.
Renault ist mit der Retro-Ausrichtung gerade sehr erfolgreich im elektrischen Kleinwagensegment. Warum sollte das nicht auch bei Citroën klappen? Der Preis wäre eine Sensation, vor allem für ein in Europa produziertes E-Fahrzeug. Damit dürfte Citroën viele neue Kunden begeistern können. Die Chancen für einen Erfolg stehen also nicht schlecht. Jetzt muss das Fahrzeug freilich auch bei der Technik, den Ausstattungsdetails und natürlich dem Design überzeugen.
Fotos: KI-generiert mit ChatGPT, Stellantis, Citroën
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EAM 03/2026 – Juni/Juli
Als alter Entenfan sehr interessant. Eine 11kw Lademöglichkeit wäre sehr wichtig.
Das Rolldach und die gute Federung dürfen nicht fehlen. 30 bis 40 PS und 120km/h wären ausreichend, wenn es der Sparsamkeit dient. Oldtimer mit moderner Technik, super! Hier verpassen die deutschen Hersteller mal wieder einen Trend.
Fahre seit vielen Jahren einen 2CV 6 und bin echt gespannt, was sich Citroen da einfallen lässt.
Ich würde mir einen Mix aus Retro und Moderne wünschen. Möglichst allen elektronischen Schnickschnack der Neuen Generation weglassen.
Die ersten Bilder zeigen vorn die typischen Scheinwerfer der „Ente“, hinten eher die Ansicht eines VW Käfer.
Bin der gleichen Meinung wie Günter, siehe oben, dass 40, maximal 50 PS durchaus ausreichen.
Wenn alles klappt, werde ich einer der ersten sein, der auf der Einkäuferliste steht!